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Der Ölkühler an sich ist ein Bauteil, das weniger Anlass zur Sorge ist. Die Ölkühlung im Ganzen hat mir aber doch schon ein paar Stunden "Freude" bereitet. Der Ölkühler sitzt vorne rechts unterhalb des rechten Scheinwerfers, mehr oder weniger in bzw. an der Frontschürze. Er kühlt das durchfließende Öl so ab, das Motorschäden verhindert werden sollen.
Gerade durch den Einsatz des Turboladers entstehen sehr hohe (Öl)Temperaturen die im Dauereinsatz kritisch sind, wenn dem Motor höhere Leistung abgefordert wird. Wie schon in Teil Technik beschrieben, habe ich nach undichten Zuleitungen zum Ölkühler einfach den Zulauf direkt mit dem Rücklauf verbunden, so dass der Ölkreislauf geschlossen war. Allerdings war das im Winter so dass die Öltemperatur nie kritische Werte erreicht hat.
Wenn man die Öltemperaturanzeige immer im Blick behält, kann man schon provisorisch mal ohne Ölkühler fahren.

Ich habe eigentlich nicht den Ölkühler, sondern die undichten Ölschläuche zu diesem entfernen wollen. Was dann passiert ist: Liest Du jetzt:


Zur Demontage ist es am besten, wenn man den Wagen zumindest vorne rechts aufbackt, das Rad abmontiert und die Radhausabdeckung demontiert.
Dann schraubt man die Ölzu- und abführung (8+9) ab (Gefäß unterlegen).
Und da waren sie schon, meine zwei Probleme: Entweder reißt der Stutzen am Ölkühler(10) mit dem Gewinde der Zuführung oder der Abführung ab. Das Ganze ist nämlich meist so vergammelt, dass das Gewinde des Kühlers mit der Verschraubung der Schläuche eine Einheit bildet.
Da der Ölkühler aus relativ dünnem Material ist reißt man den Stutzen ruck-zuck ab.  :-(
Der Ölkühler ist mit zwei Schraube an seiner (meist total verrosteten) Halterung angebracht. Löst man diese Schrauben, kann man den Ölkühler nach unten rausnehmen.

Mein Originalölkühler hatte so ca. 200DM gekostet, die Schläuche sollten noch mal über 140DM kosten.
Deswegen meine Empfehlung: Mit den alten Schläuchen zum Zubehörhandel, welcher auch LKW- und Landmaschinenzubehör führt. Diese können die Schläuche mit den gleichen Abmessungen und Verschraubungen auf Maß herstellen - und das hat dann ca. 40DM gekostet. Allerdings gab er mir "nur" Garantie bis 100bar Druck (na die Ölpumpe möchte ich sehen)

Und noch ein Teil zur Ölkühlung:
Der Turbolader hat eine Ölzuleitung (12 in oberer Grafik), da die Lager (bzw. das Turborad) im Öl gelagert ist (wegen den hohen Drehzahlen des Lüfterrades). Diese Leitung ist bei mir durchgefault und hat stetig auf den Turbo getropft, was ein doch unangenehmen Geruch erzeugt hat - außerdem hat es im Stand immer weiß vorne aus dem Motorraum geraucht:
Ein ungutes Gefühl!


Die Leitung ist schnell getauscht:
Wärmeschutzblech am Krümmer abmontieren, Zwei Inbusschrauben am Turbolader entfernen, die Verschraubung mit der Hohlschraube an der Ölfilterhalterung lösen (Gefäß unterstellen) und die Leitung abnehmen, die Halterung war bei mir schon abgefault.
Die neue Leitung einfach in der Reihenfolge entsprechend umgekehrt montieren, unbedingt neue Dichtungen (eine am Turbolader, eine am Ölfilterhalter) verwenden.

Der Ölkühler im Gesamtsystem:
(leider noch kein Foto)

 

Ölleitung alt und neu:

 

Verschraubung am Turbolader:

 

Grafik Ölleitung:

 

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erstellt 2004 von Manfred Knöpfle, Webmaster von www.dedra2000turbo.de